Sorge, Agassiz, Semenuk, Berrecloth: Rampage POVs, Rückblick und Kritik

Die Red Bull Rampage 2015 ist seit einigen Tagen Geschichte und die Fahrer wieder zu Hause oder auf dem nächsten Trail. Doch die diesjährige Rampage hat einiges an Staub aufgewirbelt. Die Leistungen der Fahrer sprechen für sich, aber der schwere Sturz von Paul Basagoitia sorgt aktuell für Diskussionen.

Rampage 2015: Kanadische Fahrer mit Bestplatzierung

Die Red Bull Rampage 2015 ist Geschichte. Die Ergebnisse stehen fest. Mit Kurt Sorge steht erneut ein Kanadier auf der Siegertreppe ganz oben und mit ihm einige Landsmänner in der Top10. Agassiz, Semenuk und Berrecloth sind unter den besten 10. Zwei Fahrer-POV-Videos gibt es hier:

Kurt Sorge: Final-Abfahrt Rampage 2015

Kurt Sorge filmte seinen Sieger-Run. Ab ca. der Hälfte des Laufs zerhaute es die Fassung der Actioncam, die ab dann leider eine Etage tiefer filmte.

Graham Agassiz Run auf Platz 3 der Rampage 2015

Als Erstplatzierter der Quali-Runs wurde der Lauf von Graham Agassiz mit Spannung erwartet. Am Ende reichte es mit dem folgenden Run für Platz drei.

 

Publikumsliebling Brandon Semenuk hat es mit seinem Run auf Platz 4 geschafft und wurde in den Augen Vieler von den Judges benachteiligt. Brandon hat dazu seine eigene Sicht der Dinge veröffentlicht. Im Interview mit Sponsor SRAM sagt er dazu:

I think the judging needs to develop with the sport. We need judges that are aware of changes and can follow the curve of progression.

Darren „the Claw“ Berrecloth fuhr auf Platz 7. Hier gibt es ebenfalls leider kein POV des Final runs, sondern nur des Qualifikationslaufs, den ich hier schonmal gepostet habe.

Rampage 2015: Ergebnisse

  1. Kurt Sorge
  2. Andreu Lacondeguy
  3. Graham Agassiz
  4. Brandon Semenuk
  5. Thomas Genon
  6. Cam Zink
  7. Darren Berrecloth
  8. Brendan Fairclough
  9. Sam Reynolds
  10. Rémy Métailler

Paul Basagoitia: Schwerer Sturz und Diskussionen

Der schwere Sturz von Paul Basagoitia warf allerdings einen Schatten über das Event. Paul brach sich den zwölften Brustwirbel und kann aktuell seine Beine nicht mehr bewegen. Vor ihm liegen viele Monate Reha und die Ungewissheit, ob er wieder gesund wird. Da die folgenden Wochen auch sehr kostenintensiv sein werden, wurde eine Spendenseite eingerichtet.

Pauls Sturz zusammen mit den diversen Unfällen im Vorfeld, die mehrere Fahrer daran hinderten überhaupt in den Finals zu starten, sowie die Unfälle während der Finals liessen schnell Stimmen laut werden, die das Event in Frage stellten: Ist die Rampage zu gefährlich? Es gab ein für und wieder und viele Argumente wurden ausgetauscht (Kommentare lesen!). Auch der Sponsor, Red Bull, und seine Verantwortung für die Teilnehmer wurde hinterfragt. Letztlich aber wird sich jeder die Frage selbst stellen müssen, wie er/sie dazu steht.

Natürlich sind die Leistungen der Fahrer beeindruckend. Die Bilder und Videos sind überwältigend, was auch der Grund ist warum sie hier im Blog vorkommen. Im Gegensatz dazu stehen allerdings hohe Risiken und teils erhebliche Kosten für die Fahrer, die nicht nur ihre Strecken selbst bauen, sondern auch mit eigenen Mitteln die An-/Abreise finanzieren.

Die Frage lautet daher letztlich: Ist es das wert?

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